Mathematik-Projekt

… der 9d zum Thema „Verkehrsfluss“

Im 2. Halbjahr der Klassenstufe 9 haben wir uns einige Wochen lang mit dem Thema Verkehrsfluss beschäftigt. Gemeinsam mit unserem Mathematiklehrer Herrn Scheider gingen wir der Frage nach, warum Staus entstehen und wann der Verkehr besonders gut „fließt“. Wichtige Begriffe die in diesem Zusammenhang auftauchten waren Verkehrsdichte und Verkehrsstärke. Wir haben gelernt, was diese Begriffe bedeuten und welche mathematischen Formeln dazu gehören. So bekamen wir eine bessere Vorstellung wie der Verkehrsfluss überhaupt funktioniert und wie etwas, das wir jeden Tag hier in Hamburg erleben, durch die Mathematik erklärt wird. Wir haben neue mathematische Formeln kennengelernt, um die Verkehrsdichte und die Verkehrsstärke  zu erfassen. Man berechnet, wie viele Autos mit einer bestimmten Geschwindigkeit und in einer bestimmten Zeit auf einem Streckenabschnitt fahren können. So erhält man eine ungefähre Anzahl von Autos auf einer Straße. Dabei haben drei Dinge, die in Fahrschulen gelehrt werden, eine zentrale Rolle gespielt. Anhalteweg, Bremsweg und Reaktionsweg sind hier gemeint. Durch diese drei Weglängen werden die Verkehrsdichte und Verkehrsstärke beeinflusst, da man hiermit einen durchschnittlichen Wert für den Abstand zwischen den Autos auf der Straße ermitteln kann. Nun kann man mit einer angenommenen durchschnittlichen Autolänge von 5m theoretisch ermitteln, wie viele Autos mit gleicher Geschwindigkeit auf einer Länge von einem Kilometer gleichzeitig unterwegs sein können (Verkehrsdichte). Hieraus kann man schließen, wie viele Autos in einer Stunde die Straße passieren können (Verkehrsstärke).
Nun gehört leider zum Unterricht auch die Klassenarbeit. Außer der   Trigonometrie, die damals unser Hauptthema war und wie immer einem hilfsmittelfreiem Teil, war eine zusätzliche Aufgabe aus unserem Projekt mit dabei. Um uns diese ein wenig zu erleichtern und damit wir nichts auswendig lernen mussten, hat unser Lehrer einen Zettel verteilt, der alle nötigen Informationen und Formeln enthielt, die wir zur Bearbeitung dieser Aufgabe brauchten. Einige Aufgabenteile waren aber auch logisch, wobei der gesunde Menschenverstand mehr gefordert war, als das Rechnen. Nun, wie jede Arbeit, war auch diese sehr anstrengend. Es war aber sehr schön mal was Neues zu machen und uns mit etwas zu beschäftigen, von dem wir am Anfang dachten, dass dies  nichts mit Mathematik zu tun hätte.
Die theoretischen Betrachtungen wurden am Ende des Projekts noch einmal praktisch überprüft, indem wir uns während einer Doppelstunde mit unterschiedlichen Fragestellungen an die Eiffestraße stellten und eine Verkehrszählung machten. Einige Ergebnisse konnten wir uns hinterher aufgrund der zuvor angestellten mathematischen Betrachtungen erklären. Einige stimmten sogar mit unseren Berechnungen überein.
Nachdem wir das Projekt abgeschlossen hatten, machte unsere Klasse in zwei Gruppen aufgeteilt an verschiedenen Tagen mit ihrem Klassenlehrer Herrn Basch und ihrem Mathematiklehrer einen Ausflug zum Polizeipräsidium.
9d Polizei

 

Nachdem wir uns nun lange mit dem Thema „Verkehrsfluss“ beschäftigt hatten, wollten wir uns die Arbeit der Hamburger Polizei in der Verkehrsleitzentrale anzuschauen. Wir haben uns gemeinsam Fragen überlegt, die uns besonderes interessierten und fuhren zum Polizeipräsidium, das sich in der Nähe der U-Bahn Alsterdorf befindet. Dort hat uns eine Polizistin begrüßt und danach durch das Gebäude geführt. Zuerst schauten wir uns den Interviewraum an, wo alle Pressemitteilungen für das Radio und das Fernsehen aufgezeichnet werden. Wir lernten zwei Abteilungen dieser Polizeidienststelle kennen und erfuhren, welche Schulfächer wichtig sind, wenn man Polizist werden möchte.
Das sogenannte „Aquarium“ überraschte uns alle. Die Besonderheit dieses Raumes ist eine riesige Wand, die mit zahlreichen Monitoren gefüllt war. Diese zeigen Bilder von Live-Kameras, die in Hamburg aufgestellt sind, damit man zum Beispiel Unfälle schnell erkennen und sofort reagieren kann. Der ganze Raum sah aus wie wir ihn aus Kriminalfilmen kennen. Alle waren total begeistert, wie die Kameras funktionieren, da diese einen sehr starken Zoom haben und Drehungen machen können. So kann man viele kleine Details auch noch in großer Entfernung zur Kamera beobachten. Wenn es notwendig ist, können diese Monitore auch zusammengeschaltet werden und größere Bilder zeigen.
Danach führte die Polizistin uns in einen Raum, wo sich alte Geräte befanden, die die Polizei in der Vergangenheit benutzten. Hier waren alte Schreibmaschinen, Telefonapparate, viele Urkunden und Fotos von Polizeiautos ausgestellt. Für uns war es eine Überraschung, dass Polizeiautos in Städten Deutschlands unterschiedliche Namen tragen. So heißen diese in Hamburg „Peterwagen“ oder „Peter“. Im Nebenraum befand sich die Abteilung, die sich mit der Annahme von Notrufen beschäftigte. Der ganze Ablauf war interessant zu beobachten.
In diesem Projekt konnten wir viel über Verkehrsfluss lernen. Jeder Abschnitt im Projekt war wichtig für den Gesamtverlauf – Theorie, Klausur, Verkehrszählung und Ausflug zum Polizeipräsidium. Wir würden auch anderen Klassen dieses Projekt empfehlen.

Die Klasse 9d

9d Projekt

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